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Ache: „Habe an meinen Baustellen gearbeitet“

18.2.2026

Ragnar Ache hat erst am Wochenende getroffen und durfte dann auf den FC-Wagen beim Rosenmontagszug. Im Interview blickt er auf beides zurück, spricht über das Ankommen in der Bundesliga, Extraschichten und seine Stärken.

Ragnar, Du durftest beim Rosenmontagszug auf dem FC-Wagen dabei sein. Welche Eindrücke hast Du gesammelt?

Ragnar Ache: Es war schön, so viele Leute auf der Straße zu sehen, die sich alle gefreut haben. Obwohl das Wetter nicht so gut war, waren viele draußen. Wir haben viel Kamelle geschmissen, das war eine tolle Erfahrung. Ich habe das erste Mal richtig erlebt, welche Bedeutung der Karneval hier in der Stadt hat.

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Wurde Dir davor davon erzählt?

Ja, einige Mitspieler haben davon erzählt. Aber man muss das selbst erleben, um es richtig verstehen zu können. Dann ist es nochmal etwas ganz anderes.

Würdest Du sagen, Du bist nun ein Karnevals-Jeck?

Das nicht unbedingt, aber mir hat es auf jeden Fall gefallen (lacht).

Schauen wir auf das Sportliche. Ihr musstet Euch am Samstag in Stuttgart mit 1:3 geschlagen geben. Wie blickst Du mit ein paar Tagen Abstand auf die Partie?

Es war ärgerlich, weil wir eine Phase hatten, in der wir gut gespielt haben, Chancen hatten und dann auch das 1:1 machen. Dann denkt man natürlich, dass etwas drin ist, aber wir haben es zu einfach weggegeben.

Welche Lehren müsst Ihr daraus ziehen?

In den Szenen, aus denen die Tore entstanden sind, müssen wir uns einfach verbessern. Vor allem dürfen wir nach einem eigenen Tor nicht so schnell wieder ein Gegentor kassieren. Das ist uns in den letzten beiden Spielen passiert.

Du hast den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Was sagt es über Dein aktuelles Selbstvertrauen aus, dass Du in dieser Situation den Ball ins Tor lupfst?

Um ehrlich zu sein, habe ich in der Szene nicht so viel darüber nachgedacht. Luca hat den Ball abgefangen und direkt zu mir gespielt. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass jemand angesprintet kommt und mache einen Haken. Ich weiß nicht, was ich gedacht habe oder warum ich gelupft habe. Das geht alles so schnell, das kann ich fast nicht erklären.

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Allgemein läuft es für Dich bislang gut im Jahr 2026. Du hast in sechs von sieben Spielen von Beginn an gespielt, dazu schon drei Treffer erzielt. Würdest Du sagen, Du bist nun voll beim FC und in der Bundesliga angekommen?

Es ist schön, wenn man von Anfang an spielt und Tore schießt. Ich hoffe, dass ich angekommen bin und noch viele Tore für den FC schießen kann.

Spürst Du, dass durch die Einsätze und die Tore das Selbstvertrauen zunimmt, mit dem Du auf den Platz gehst?

Ja. Es ist wichtig für einen Spieler zu spielen. Dann kommt man in einen Rhythmus und bekommt Vertrauen in seinen Körper, in das System, in die Mitspieler. Es entwickelt sich eine gewissen Connection.

Lukas Kwasniok hat vor kurzem von Extraschichten berichtet, die Du und Kristoffer Lund zum Teil noch nach der Ankunft nach Auswärtsspielen gemacht habt. Wie ist es Dir gelungen, dich reinzuarbeiten?

Es ist einfach diese Arbeit. Noch einmal Extraläufe zu machen, mit den Athletiktrainern zu arbeiten. Ich habe an meinen Baustellen gearbeitet und das hat bislang gut geklappt. Jetzt gilt es weiterzumachen.

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Was waren denn hauptsächlich die Baustellen und wo hast Du Dich am meisten verbessert?

Ich würde sagen die Fitness und vor allem mehrere Spiele in einer Woche zu machen und konstant 90 Minuten zu spielen.

Wie siehst Du aktuell Deine Rolle auf dem Platz und was willst Du einbringen?

Ich will Zielspieler und eine Waffe in der Box sein. Die Jungs sollen wissen, dass ich in der Box bin und gefährlich sein kann, wenn die Flanken reinkommen.

Auffällig ist auch Deine enorme Sprungkraft. Hast Du in diesem Bereich eigentlich mal besonders gearbeitet?

Nein, das habe ich eigentlich nie besonders trainiert. Die Sprungkraft hatte ich schon immer, auch als ich klein war. Sprungkraft und Kopfballspiel waren immer Stärken von mir.

Stärken, die Du auch am Samstag im Heimspiel gegen Hoffenheim einbringen willst. Die TSG ist neben den Bayern aktuell wohl das formstärkste Team der Liga. Was erwartet Euch?

Das wird ein hartes Spiel. Hoffenheim ist eine der laufstärksten Mannschaften der Liga und macht die meisten Sprints. Das wird ein ekliges Spiel, aber wir müssen auch eklig sein und unsere Stärken einbringen. Dann können wir es Hoffenheim auch schwer machen, so wie es uns schon gegen andere Top-Gegner zumindest phasenweise gelungen ist. Wichtig wird, dass wir es konstant über 90 Minuten hinbekommen, dann können wir in unserem Stadion auch punkten.