
- Startseite
- Aktuelles
- News
- Bard Finne: Vom Aufsteiger in Köln zum Pokalsieger in Norwegen
Bard Finne: Vom Aufsteiger in Köln zum Pokalsieger in Norwegen
Zwischen 2013 und 2016 spielte er für den 1. FC Köln. Bard Finne stieg mit dem FC auf, sein erstes Bundesligator schoss er zuhause gegen Bayer Leverkusen. Nach 22 Pflichtspielen und sechs Scorerpunkten wechselte er zum 1. FC Heidenheim. Heute läuft der mittlerweile 31-jährige Norweger in seinem Heimatland für Brann Bergen auf. Im Interview mit fc.de spricht Finne über seine Zeit beim FC, den Fußball in Norwegen und ein anstehendes Highlight.
Hallo Bard, in Norwegen steht am Wochenende das Pokalfinale an und Du wirst auf dem Platz stehen. Mit welchen Gefühlen gehst Du in die Partie?
Bard Finne: Das Pokalfinale ist das größte Spiel in unserem Land. Ich freue mich sehr drauf, vor allem weil ich den Titel 2023 schon einmal gewinnen konnte. Unsere Fans werden Oslo rot färben. Ich hoffe, dass wir ihnen eine gute Leistung schenken werden.
Eure Saison hat gerade erst begonnen, da in Norwegen im Kalenderjahr-Rhythmus gespielt wird. Welche Ziele habt Ihr Euch gesteckt?
Wie in jedem Jahr wollen wir zu den besten Teams der Liga gehören. In den vergangenen Spielzeiten haben wir uns unter den Spitzenmannschaften etabliert. Unser größtes Ziel ist es natürlich, bis zum Schluss um die Meisterschaft mitzuspielen.
An den ersten Spieltagen hast Du schon einige Scorerpunkte sammeln können. Welche Rolle spielst Du in der Mannschaft?
Der Saisonstart lief für mich persönlich sehr gut - gerade was Tore und Assists angeht. Außerdem habe ich eine tragende Rolle beim Erreichen des Pokalfinals gespielt. Das macht mich sehr stolz.

Seit Du in Köln gespielt hast, sind einige Jahre vergangen. Wie blickst Du heute auf Deine Zeit beim FC zurück?
Es war eine sehr aufregende Zeit. Ich war noch sehr jung und habe viel über mich und den Fußball gelernt. Wir sind gemeinsam aufgestiegen, dann durfte ich mich in der Bundesliga beweisen. Wenn ich daran zurückdenke, macht es mich sehr stolz. Ich bedauere nur, dass ich nicht noch mehr Partien in diesem unglaublichen Stadion gespielt habe.
War der Wechsel zum FC damals der richtige Schritt für Dich?
Es war ein ziemlich großer Schritt für mich nach Deutschland zu wechseln und das erste Mal allein zu leben. Ich habe mich aber sehr wohl am Geißbockheim gefühlt und die Zeit genossen. Mein Start war großartig, in den ersten sechs Monaten habe ich mehr gespielt, als ich erwartet habe. Ich war sofort ein Teil der ersten Mannschaft und habe dazu beigetragen, dass wir aufgestiegen sind. Ehrlicherweise war der Sprung in die Bundesliga in meinem Alter dann sehr groß. Wir hatten einige namhafte Spieler in der Offensive, da war es schwierig, Minuten auf dem Platz zu bekommen. Ein weiteres Jahr in der zweiten Liga hätte mir persönlich gut getan. Der FC gehört aber definitiv in die oberste Etage.
Was waren Deine größten Highlights im FC-Trikot?
Das war mein erstes Heimspiel in der 2. Bundesliga. Wir haben gegen Paderborn gespielt und ich stand gleich in der Startelf. Ansonsten muss ich hier selbstverständlich auch den Aufstieg nennen.

Verfolgst Du die Bundesliga noch regelmäßig?
Ich verfolge den deutschen Fußball noch sehr intensiv und schaue dort natürlich vor allem auf den FC. Ich habe mich sehr gefreut, dass es in den letzten Wochen wieder besser lief und es nun echt gut aussieht, dass man auch in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga spielt.
Der FC hat in Sebastian Sebulonsen wieder einen Norweger im Team. Wie ordnest Du seine Leistungen ein?
Ich kenne Sebastian nicht persönlich und muss sagen, dass er früher für unseren Rivalen Viking Stavanger gespielt hat. Trotzdem freue ich mich immer, wenn ein Norweger auf höchstem Niveau spielt. Er macht es sehr gut und hat sich seine Nominierung für die Nationalmannschaft vor einigen Monaten verdient.
Wie bewertest Du die Entwicklung des norwegischen Fußballs in den letzten Jahren?
Ich glaube, der norwegische Fußball ist so gut wie nie zuvor. Wir bei Brann Bergen, aber auch Bodö/Glimt als auch die Nationalmannschaft haben international auf sich aufmerksam gemacht. Das wollen wir in den nächsten Monaten und Jahren weiter fortsetzen.
