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Castro-Montes: „Zuhause müssen wir drei Punkte holen“
34 Sekunden war Alessio Castro-Montes beim Auswärtsspiel in Frankfurt auf dem Platz, ehe er mit seinem ersten Ballkontakt den Treffer zum 2:2-Ausgleich markierte. Im Interview mit fc.de spricht der Belgier über sein erstes Tor für den FC, die Verletzungsrückschläge und das kommende Spiel gegen Werder Bremen.
Alessio, Dein erster Ballkontakt am Sonntag war gleich ein Tor. Wie hast Du die Situation erlebt?
Alessio Castro-Montes: Wir haben den Ball links raus auf Lundi gespielt. Als er geflankt hat, stand ich hinter Luca. Nach seinem Kopfball bin ich nicht ganz an den Ball gekommen. Zum Glück stand Bülti noch weiter rechts von uns. Dann war es ein Reflex, dass ich weiter in Richtung des Tores gelaufen bin. Bülti hat mich gesehen und einen sehr guten Ball gespielt. Ich musste ihn nur noch über die Linie schieben.
Hast Du schon mal erlebt, dass drei Einwechselspieler direkt an einem Tor beteiligt waren?
Nein, das hatte ich zuvor auch noch nie miterlebt. Das ist schon etwas Besonderes. Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt schon mal passiert ist. Dass es für uns alle drei der erste Ballkontakt war, macht es schon echt speziell.
Was hat Euch der Trainer vor der Einwechslung gesagt?
Er hat mir gesagt, dass wir noch eine Chance bekommen werden und ich sie nutzen soll. Nach dem Spiel ist er dann nochmal zu mir gekommen und hat mich gefragt, was er vor dem Wechsel gesagt hat. Dann habe ich nur geantwortet: ‘Ja, ich war doch da.’ (lacht)

Beim Jubel hatte man das Gefühl, dass Ihr auch etwas überrascht wart, dass Ihr so schnell einen Impact hattet…
Ja, auf jeden Fall! Ich war mir auch nicht sicher, ob es Abseits war. Für mich war es in der finalen Aktion nicht so schwierig, das Tor zu machen. Dann bin ich erstmal zu Bülti gelaufen und habe ihm gedankt.
Gefreut hast Du Dich selbstverständlich trotzdem. Wie gut hat Dir der Treffer getan?
Sehr, sehr gut. Es war nicht einfach für mich. Ich war sechs Wochen raus, bin dann zurückgekommen und habe eine Woche trainiert. Ich hatte mich schon auf das Spiel gegen Dortmund gefreut. Leider hatte ich mich dann im Abschlusstraining wieder verletzt. Dann musste ich nochmal vier Wochen für das Comeback arbeiten. Umso glücklicher war ich, als ich dann direkt das Tor gemacht habe. Auch weil es ein wichtiger Punktgewinn für uns war.
Deine Saison ist eine kleine Achterbahnfahrt. In der Hinrunde bist Du kaum zum Zug gekommen. Wie waren die ersten Monate für Dich?
Das war nicht leicht für mich, weil ich das bei meinem Wechsel natürlich nicht erwartet hatte. Mit meiner Frau und meinem Kind hatte ich in der Zeit aber abseits des Fußballs eine schöne Ablenkung. Auf dem Platz habe ich weiter hart gearbeitet und habe meine Chance genutzt, als ich sie bekommen habe. Jetzt bin ich sehr froh, wie es aktuell läuft.

Deine Chance hast Du in Heidenheim genutzt, als Du beide Tore vorbereitet hast. Nach einer guten Wintervorbereitung standest Du sogar in der Startelf. Bist Du nach der Partie so richtig beim FC angekommen?
Das kann man so sagen. Es war das erste Spiel nach der Winterpause, da war es einfach sehr wichtig für mich, eine gute Leistung zu zeigen. Ich wollte beweisen, weshalb mich der Club im Sommer verpflichtet hat. Das hat in Heidenheim ganz gut funktioniert. Es war ein schönes Spiel für mich persönlich. Leider haben wir als Team nicht die drei Punkte eingefahren.
In Frankfurt hast Du in einer zentraleren Rolle gespielt. Ist das eine Position, auf der wir Dich in Zukunft häufiger sehen könnten?
Das ist schon eine Option, gerade weil ich auf vielen Positionen zum Einsatz kommen kann. Wo ich spiele, hängt auch immer vom Gegner ab und davon, ob wir führen oder noch ein Tor brauchen.

Am Sonntag geht es gegen Bremen. Was erwartest Du für ein Spiel?
Es wird ein schwieriges Spiel. Bremen braucht auch Punkte. Wir wissen, dass die nächsten zwei Spiele sehr wichtig sind für uns. Zuhause müssen wir drei Punkte holen. Ich denke, dass wir mit unseren Fans im Rücken eine sehr gute Chance haben.
In Bremen hattest Du Deinen ersten Startelfeinsatz. Fühlst Du Dich fit genug, um auch am Sonntag wieder zu beginnen?
Das kann ich noch nicht genau sagen. Ich will selbstverständlich spielen, muss nach zehn Wochen Pause aber noch abwarten, was die medizinische Abteilung sagt. Der Trainer hat schon mit mir gesprochen, er wird es dann entscheiden.
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Ansonsten kommst Du wieder rein und machst das nächste Jokertor…
Das wäre natürlich auch schön (lacht).
