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„FC, Jeff Jas“ – Was dieses Lied mit Leverkusen zu tun hat
Der 9. Mai 1998, ein schwarzer Tag für den 1. FC Köln. Nach dem 2:2-Remis gegen Bayer 04 Leverkusen steigt das Gründungsmitglied der Bundesliga erstmals ab. Trauer im Müngersdorfer Stadion, Trauer auch auf Elba. „Dort haben wir damals geprobt“, erzählt Wolfgang Niedecken, Frontmann der Band BAP.
Er bezeichnet den Abstieg als seinen schlimmsten FC-Moment. Toni Polster, mit dem er befreundet war, habe ihn angerufen: „Du Wolferl, wir haben’s nimmer packt.“ Niedeckens Reaktion? „Als es feststand, bin ich den ganzen Tag mit dem Motorrad über die Insel gefahren, weil ich mit niemandem darüber reden wollte. Das hat wirklich sehr weh getan.“
Doch der Sänger blieb in der Folge nicht tatenlos. Aus dem Frust über den Abstieg entstand etwas Großartiges: der Song „FC, Jeff Jas“. Ursprung dafür war, dass Niedecken die FC-Fans in dem Moment unterschätzt hatte. „Ich habe damals tatsächlich gedacht, wenn man jetzt nichts unternimmt, laufen die Fans womöglich nach Leverkusen über. Das war der Hauptgrund, warum ich den Song geschrieben habe. Im Nachhinein war das natürlich völliger Quatsch – das wäre nie passiert. Aber damals hatte ich diese Befürchtung“, sagt Niedecken.
Der FC stand wieder auf, feierte nach zwei Saisons in Liga zwei die Bundesliga-Rückkehr. Bei der Aufstiegsfeier performte Niedecken zusammen mit Trainer Ewald Lienen „FC, Jeff Jas“. Nach der Abstiegs- und der Aufstiegsversion gibt es das Lied inzwischen in einer dritten neutralen Version. Ein Lied, der noch heute FC-Fans verbindet und seinen Ursprung in einem traurigen Moment hatte.
Ein ausführliches Interview mit Wolfgang Niedecken aus dem GeißbockEcho lest Ihr hier.
