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Heuer Fernandes: „Wir sind eine andere Mannschaft“
Er ist bereits seit 2019 beim Hamburger SV und seit dem vergangenen Sommer zurück in der Bundesliga: Torhüter Daniel Heuer Fernandes. Vor dem Aufeinandertreffen am Samstagabend (18.30 Uhr) mit dem 1. FC Köln spricht der 33-Jährige im Gegnerinterview über die Ausgangslage im Abstiegskampf, gewonnene Stabilität, das Hinspiel und die Atmosphäre im Volksparkstadion.
Daniel, 29 Punkte und Platz zehn: Wie bewertest Du Eure Ausgangslage vor dem Saisonendspurt?
Daniel Heuer Fernandes: Wenn man unsere Saison betrachtet, war es ein Prozess und eine Entwicklung, in diese Position zu kommen. Wir sind zufrieden, haben aber weiter Lust auf mehr. Denn klar ist auch: Diese Punktzahl reicht noch nicht aus.
Mit nur 36 Gegentoren stellt Ihr die beste Defensive der unteren Tabellenhälfte. Wie wichtig ist diese defensive Stabilität für Euch und wie kommt sie zustande?
Sehr, sehr wichtig. Es ist unsere Basis, dass wir defensiv stabil stehen. Wir haben seit Beginn der Saison viel Wert daraufgelegt, dass wir in jeder Phase eines Spiels eine Kompaktheit herstellen können. Gerade als Torhüter bin ich natürlich froh, dass wir das gut umsetzen und dadurch unsere Chance auf Punkte erhöhen. Wir sind offensiv in der Lage, immer ein Tor zu machen, der Mix stimmt. Das ist der Verdienst harter Arbeit, es ist über den Saisonverlauf viel Stabilität dazu gekommen, die Abläufe sind klar. Das beginnt bei den Stürmern, die das Pressing starten.

Ihr habt nur zwei der vergangenen neun Ligaspiele verloren, gegen die beiden Champions-League-Anwärter Leipzig und Leverkusen. Wie hat sich die Mannschaft über den Saisonverlauf hinweg entwickelt, um nun so konstant zu punkten?
Es war der angesprochene Prozess, wir sind von Woche zu Woche und von Training zu Training stabiler geworden. Die guten Ergebnisse beschleunigen die Entwicklung, weil du mit mehr Selbstvertrauen agieren kannst. Ein positives Ergebnis gibt dir immer ein gutes Gefühl für die Trainingswoche.
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Im Hinspiel musstet Ihr Euch ein Stück weit unter Wert mit 1:4 geschlagen geben. Wie blickst Du auf dieses Spiel zurück?
Wir sind damals als verdienter Verlierer vom Platz gegangen, weil wir nicht so aufgetreten sind wie wir es uns vorgestellt hatten. Es gab im Spielverlauf ein paar unglückliche Aktionen auf unserer Seite. Wir machen den Anschlusstreffer und bekommen dann zwei Platzverweise. Wir haben aus solchen Niederlagen aber viel gelernt und Inhalte mitgenommen. Deshalb bin ich selbstbewusst genug, um zu sagen: Wir sind inzwischen eine andere Mannschaft als noch im Hinspiel.

Nun kommt der FC nach Hamburg. Welches Spiel und welchen Gegner erwartest Du?
Es ist für beide Mannschaften ein wichtiges Spiel, deshalb erwarte ich viel Intensität und Wille auf beiden Seiten. Köln kommt ohnehin über eine große Wucht, darauf müssen wir vorbereitet sein. Gleichzeitig spielen wir zu Hause und haben über die vergangenen Monate auch eine Energie auf den Platz gebracht. Das wollen wir für uns nutzen, unser Stadion mitnehmen und selbstbewusst auftreten. Wir wollen die Punkte in Hamburg behalten.
Samstagabend, Flutlichtspiel. Wie besonders sind solche Spiele auch für einen erfahrenen Keeper wie Dich noch?
Auch wenn man schon viel erlebt hat, dürfen solche Spiele nie zur Normalität werden. Es ist alles angerichtet für einen schönen Fußballabend und die Vorfreude darauf ist riesig.
