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!NieWieder: FC mit zahlreichen Aktionen rund um heutigen Holocaust-Gedenktag

27.1.2026

„Demokratie verteidigen – Lernen aus der Geschichte des Fußballs“ lautet das Motto rund um den „22. Erinnerungstag im deutschen Fußball” der Initiative „!NieWieder“ zum 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am heutigen Dienstag, 27. Januar 2026. Der 1. FC Köln und fans1991 unterstützen die Kampagne, die seit 2004 jährlich an den Spieltagen rund um den Jahrestag stattfindet und an eine Rettungsgeschichte erinnert: Am 27. Januar 1945 wurden die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Mit der Kampagne gedenkt die Fußballfamilie der Menschen, die in Deutschland und Europa in der Zeit des Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Allein im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden mehr als anderthalb Millionen Kinder, Frauen und Männer ermordet. Der Name Auschwitz steht heute unter anderem symbolisch für den Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden sowie an den Roma und Sinti im Zweiten Weltkrieg.

FC bietet zahlreiche Aktionen an

Rund um den Erinnerungstag hat der FC mit zahlreichen Partnern diverse Aktionen organisiert. Vom 13. Januar 2026 bis 21. Januar 2026 war die Ausstellung „Im Abseits. Jüdische Schicksale im deutschen Fußball“ im Geißbockheim zu sehen. Die Ausstellung macht deutlich, welchen prägenden Einfluss jüdische Spieler, Funktionäre und Pioniere auf die Geschichte des deutschen Fußballs hatten – und wie sie ab 1933 systematisch ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden.

Gemeinsam mit dem sozialpädagogischen Kölner Fanprojekt hat der FC am vergangenen Donnerstag (22. Januar 2026) zudem eine Lesung mit den Autoren Monty Ott und Ruben Gerczikow zu ihrem Buch „Juden auf den Plätzen – Juden auf den Rängen“ veranstaltet. Das Buch gibt einen intensiven Einblick in die vielfältigen Erfahrungen und Herausforderungen jüdischer Menschen im Fußball und verdeutlicht, dass der Sport weit mehr ist als nur ein Spiel.

Vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Freitag, 30. Januar 2026, wird in der Fanbox hinter der Südkurve eine Ausstellung zur Rolle des 1. FC Köln im Nationalsozialismus gezeigt. Die Ausstellung wurde von engagierten Fans gestaltet und wird am Spieltag präsentiert. Sie setzt sich kritisch mit antisemitischen Erscheinungsformen im Fußball sowie mit der historischen Rolle des 1. FC Köln und seiner Vorgängervereine auseinander. Zudem stehen Mitglieder der AG Antisemitismus für Gespräche und Fragen rund um das Thema zur Verfügung.

Am Montag, 3. Februar 2026, findet für FC-Mitarbeitende eine Führung durch den Sportpark Müngersdorf statt, bei der die NS-Vergangenheit aufgearbeitet wird.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, 18.30 Uhr, laden das Kölner Fanprojekt und der FC zum kostenlosen Vortrag „Nie wieder ist jetzt? Wehret den Anfängen war gestern! Post-Holocaust-Antisemitismus im Fußball“ mit Dr. David Berchem in den Gereonswall 112, 50670 Köln, ein. Berchem forscht zu Antisemitismus, Erinnerungskultur und politischer Bildung im Sport. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei MeDiF und begleitet die bundesweite Dokumentation und Analyse antisemitischer Vorfälle im Fußball.

Die Initiative !Nie Wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball

Die Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“, ein Netzwerk aus Fangruppen, Fanprojekten, antirassistischen Bündnissen, Amateur- und Proficlubs, der DFL und des DFB, sowie zahlreichen Personen und Institutionen aus der Zivilgesellschaft, organisiert seit 21 Jahren den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ an den Spieltagen um den 27. Januar. Kernpunkte der Kampagne sind das Erinnern an das unendliche Leid, das Millionen Menschen in der NS-Zeit erfahren mussten. Ein besonderer Blick gilt den preisgegebenen Mitgliedern der Fußballfamilie, sowie die unbedingte Forderung, alles heute zu tun, „dass Auschwitz nie mehr sei!“.

Darüber hinaus versteht sich die Kampagne als historischen und politischen Lern- und Aktionsort, an dem sich Menschen, die den Fußball lieben, generationsübergreifend, mit klugen und kreativen Aktionen im Stadion und in der Zivilgesellschaft für ein demokratisches, den Menschenrechten verpflichtetes Gemeinwesen, engagieren.

Weltweite Social-Media-Kampagne #WeRemember

Die internationale #WeRemember-Kampagne des World Jewish Congress und der UNESCO, die von der DFL unterstützt wird, bietet die Möglichkeit, alle Menschen zu verbinden, die rund um den 27. Januar ihre Stimme erheben wollen. Der Anfang war sehr simpel: 2017 wurden Menschen weltweit aufgerufen, ein Schild mit dem Schriftzug #WeRemember in die Hand zu nehmen, ein Foto von sich zu machen und dieses in den sozialen Netzwerken zu posten. Mehr Informationen zur Kampagne gibt‘s hier.