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Über Hoffenheim zum Aufstieg

19.2.2026

In der Saison 2007/08 trafen der 1. FC Köln und die TSG Hoffenheim erstmals in der Liga aufeinander. Im Endspurt einer spannenden Zweitligaspielzeit standen sich die beiden Clubs plötzlich als direkte Konkurrenten im Aufstiegsrennen gegenüber. fc.de blickt auf die Partie zurück.

Do-or-Die am 31. Spieltag. Der viertplatzierte FC musste das Heimspiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn gewinnen, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren. Die TSG reiste als Zweitplatzierter mit zwei Punkten Vorsprung nach Köln an. Dazwischen weilte noch Mainz, das sich ebenso große Hoffnungen auf den Aufstieg machte.

Die zweite Liga war in jener Saison prominent besetzt. Neben Tabellenführer Mönchengladbach spielten damals auch Freiburg und Augsburg im Unterhaus. Hinzu kamen Traditionsclubs wie der TSV 1860 München, die Kickers Offenbach oder Alemannia Aachen. Dass die Hoffenheimer als Aufsteiger trotzdem oben mitmischten, sollte nach einem Blick auf das Personal nicht überraschen. Luiz Gustavo, Sejad Salihovic und Carlos Eduardo bildeten einen starken Block im Mittelfeld. Im Angriff wirbelten Demba Ba und Chinedu Obasi, Vedad Ibisevic konnte Cheftrainer Ralf Rangnick sogar von der Bank bringen.

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Heißer Fight in Müngersdorf

Der FC hatte das Hinspiel in Hoffenheim mit 2:0 gewonnen. Schon damals hatte Milivoje Novakovic die Führung erzielt. Auch im Rückspiel stach der Slowene zu: Nach einer Flanke von Ümit Özat löste er sich von seinem Gegner und setze die Kugel mit einem Flugkopfball in die Maschen. Das ausverkaufte RheinEnergieSTADION eskalierte ein erstes Mal an diesem Nachmittag. Nach nur elf Minuten lag der FC wieder voll auf Bundesligakurs.

Der Hexenkessel verstummte kurzzeitig, als Youssef Mohamad den anstürmenden Carlos Eduardo im Strafraum von den Beinen holte. Salihovic schnappte sich das Leder und verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (26.). Das Spiel wurde hitzig, für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel. Nach einem Zusammenprall zeigte Ba an, dass er behandelt werden muss. FC-Keeper Faryd Mondragon hatte eine andere Sicht auf die Dinge, zerrte den Stürmer wieder auf die Beine und sah dafür die gelbe Karte (39.). Später erwischte Maynor Suazo den Hoffenheimer Torschützen mit dem Kopf am Kinn. Suazo sah ebenfalls Gelb, Salihovic verlor einen Zahn (59.).

Auch in der zweiten Hälfte wurde weiter mit offenen Visieren gekämpft. Während die Kraichgauer einige Chancen liegen ließen, schlug der FC kaltschnäuzig zu. Novakovic legte in der Box per Kopf auf Roda Antar quer, der aus fünf Metern die erneute Führung erzielte (66.). Die Daum-Elf blieb sofort am Drücker und holte zum Doppelschlag aus. Der aufgerückte Mohamad donnerte die Kugel aus der Distanz ins linke Eck (69.). Müngersdorf stand Kopf, der FC brachte das 3:1 ins Ziel und sprang – an der TSG vorbei – zurück auf einen Aufstiegsplatz.

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Happy End für Beide

Jubeln durften am Saisonende beide Clubs. Der FC gewann auch in Augsburg (3:1) und das zweite Endspiel gegen Mainz (2:0). Antar avancierte mit einem Doppelpack gegen die 05er zum Aufstiegshelden. Die Rückkehr in die Bundesliga stand fest, so konnte sich der FC am letzten Spieltag selbst eine Niederlage beim abstiegsbedrohten 1. FC Kaiserslautern erlauben. Hoffenheim profitierte ebenfalls vom Kölner Heimsieg gegen Mainz. Die TSG ließ parallel in Offenbach Punkte liegen (1:1), machte den Durchmarsch ins Oberhaus dank eines 5:0-Erfolges gegen Fürth aber noch perfekt und stürzte Mainz um den damaligen Trainer Jürgen Klopp gleichzeitig ins Tal der Tränen.