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Wagner: „Haben ganz viel Herz“

6.4.2026

Zum ersten Mal stand er als Cheftrainer an der Seitenlinie. René Wagner erlebte bei seinem Debüt eine Achterbahnfahrt, behielt dabei aber stets einen kühlen Kopf. „Es war ein Auf und Ab. In der ersten Halbzeit hatten wir gute Chancen, wenn ich an die zwei Umschaltsituationen denke“, sagte der Coach unmittelbar nach dem 2:2 seines 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt.

„Wir haben recht schnell auf Viererkette umgestellt, weil die Struktur nicht gestimmt hat. Wir hatten wenig Zugriff auf den Ball, das war nach der Umstellung besser“, erklärte er. Die Angriffe der SGE wurden anschließend gut wegverteidigt, vorne lauerte man auf Konter, die allerdings nicht konkret genug zu Ende gespielt wurden. Kurz vor der Pause legte sich Jakub Kaminski die Kugel zu weit vor, sodass Frankfurts Torwart Michael Zetterer noch abwehren konnte.

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Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte, ehe die Partie durch einen Frankfurter Doppelschlag richtig Fahrt aufnahm. „Dann gehen wir mit 0:2 in Rückstand, da wird es in Frankfurt echt schwierig. Die Jungs haben aber gezeigt, was für ein Charakter in ihnen steckt. Bei den Gegentoren hat die Zuordnung in der Box leider nicht gepasst“, analysierte Wagner.

Trotz des emotionalen Moments, erstmals als Chef an der Seitenlinie zu stehen, blieb der 37-Jährige ruhig. „Ich möchte das ausblenden. Wenn man sich im Stadion umschaut, dann macht man sich natürlich seine Gedanken. Das hilft der Mannschaft aber nicht. Ich muss bei meiner Aufgabe bleiben und gemeinsam mit dem Staff die Lösungen finden.“ Und die Lösungen wurden gefunden: Nach Kaminskis Anschlusstreffer wechselte Wagner in Marius Bülter und Alessio Castro-Montes, den Vorbereiter und Torschützen des Tores zum 2:2-Endstand ein.

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Damit fuhr der FC zum dritten Mal in Folge nach Rückstand noch einen Punkt ein. „Wir haben viele Spieler, die ganz viel Herz haben. Wir können 90 Minuten lang Vollgas-Fußball spielen“, sagte Wagner und äußerte anschließend einen Wunsch: „Wenn du in Rückstand bist, gehst du dann ein bisschen mehr ins Risiko und spielst nach vorne. Ich würde mir wünschen, dass wir auch in der ersten Hälfte den Mut fassen und uns am gegnerischen Strafraum festsetzen.“ Die nächste Chance dafür gibt es am kommenden Sonntag. Dann ist mit Werder Bremen ein unmittelbarer Tabellennachbar im RheinEnergieSTADION zu Gast.