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Zwischen Lob und Druck: Rav van den Berg im Interview

12.3.2026

„Das war heute das beste Spiel von Rav van den Berg“, sagte FC-Cheftrainer Lukas Kwasniok nach der Partie gegen Borussia Dortmund. Der 21-jährige Niederländer stand nach einer schwierigen Hinrunde, in der er zunächst verletzt und dann gesperrt passen musste, zuletzt dreimal in Serie über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Im Interview mit fc.de spricht der Verteidiger über den Druck als Neuzugang, das Miteinander im Team sowie die Lage im Abstiegskampf.

Rav, Du wurdest nach dem Spiel gegen Dortmund vom Trainer gelobt. Wie sehr freut Dich sowas?

Das macht mich natürlich glücklich, gerade weil ich lange ausgefallen bin. Das war eine schöne Bestätigung für meine Arbeit. Trotzdem hätte ich das Spiel viel lieber gewonnen.

Hattest Du auch das Gefühl, dass es Dein bestes Spiel im FC-Trikot war?

Auf jeden Fall. Ich war das ganze Spiel lang hellwach. Das versucht man selbstverständlich, in jedem Spiel zu sein, aber es hat sich am Samstag einfach sehr gut angefühlt. Dieses Gefühl kennt jeder Fußballer, wenn einfach jede Bewegung passt.

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Trotz Unterzahl habt Ihr Euch gut verkauft. Was nehmt Ihr aus dem Spiel mit?

Ich finde, dass wir bis zur roten Karte ein echt gutes Spiel gemacht haben. Wir waren das bessere Team, auch wenn wir 0:1 hinten lagen. Wir hatten die Chancen, um mindestens zwei Tore zu machen. Darauf müssen wir in den kommenden Wochen aufbauen.

Du hast die letzten drei Spiele über die volle Distanz gespielt. Kommst Du gerade wieder in den Rhythmus?

Es tut natürlich gut, Spiele in Serie durchzuspielen. Wenn du nicht spielst, bist du als Profi zwar dennoch fit, doch im Training zu laufen und zu sprinten ist etwas anderes als in einem Pflichtspiel, wo Adrenalin und Druck dazukommen. Ich fühle mich spielfit, habe Selbstvertrauen getankt und bin bereit für die nächsten Aufgaben.

Deine Verpflichtung war mit großen Hoffnungen verbunden. Setzt man sich da als Spieler ein Stück weit selbst unter Druck, gerade wenn man einige Zeit ausfällt?

Am Anfang der Saison habe ich mir darüber schon Gedanken gemacht. Ich wollte abliefern und das Vertrauen rechtfertigen. Lukas Kwasniok und Thomas Kessler konnten mir den Druck ein Stück weit nehmen, sodass ich in den letzten Wochen zeigen konnte, auf welchem Level ich spielen kann. Jetzt liegt es an mir, mich weiter zu verbessern.

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Man sieht Dich abseits des Feldes oft mit Ragy spaßen. Wie wohl fühlst Du Dich in der Mannschaft?

Wir sind eine super Mannschaft. Die Atmosphäre ist gut, auch wenn es sportlich gerade nicht rund läuft. Oft siehst du in Mannschaften, dass die jungen und alten Spieler nur unter sich bleiben. Das ist hier aber nicht so. Ich hänge auch viel mit Heintzi ab und der ist immerhin fast 33 Jahre alt (lacht). Jeder weiß, dass Ragy lustig ist, aber auch Heintzi hat einen fantastischen Humor. Das kommt für Menschen, die ihn nicht kennen, vielleicht etwas unerwartet.

Wie geht Ihr als Mannschaft mit der aktuellen Situation um?

Ich habe das Gefühl, dass die Jungs die Situation gut einordnen können. Jeder ist sich dessen bewusst. Wir wissen, dass wir oft nah dran sind. Jetzt geht es darum, die Spiele auch zu ziehen. Wir sind über die 90 Minuten noch nicht konstant genug. Das ist uns klar, daran arbeiten wir gerade sehr hart. Es kann auch schnell wieder in die andere Richtung gehen, so läuft unser Geschäft.

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Was muss genau anders laufen, damit man die Spiele wieder zieht?

In der Bundesliga wird jeder Fehler bestraft. Gerade bringen uns diese kleinen unkonzentrierten Momente um die Punkte. Das meinte ich, mit 90 Minuten auf konstant hohem Level spielen. Wenn wir diese Fehler abstellen und weiter positiv bleiben, werden wir auch wieder mehr Siege feiern.

Als nächstes geht es nach Hamburg. Auf was für ein Spiel stellt Ihr Euch dort ein?

Es wird ein anderes Spiel als gegen den BVB. Beide Teams stehen unter Druck, deswegen wird wahrscheinlich weniger Fußball gespielt werden. Ich erwarte mehr lange Bälle und ein nervöseres Spiel. Wir haben schon gezeigt, dass wir diese Art von Matches gewinnen können und wollen das auch am Samstag tun.